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Bitrix24-Rechnung als PDF: Vorlagen, Branding und Automatisierung

Bitrix24-Rechnung als PDF: Vorlagen, Branding und Automatisierung

Sie verschicken aus Bitrix24 ein Angebot oder eine Rechnung – und das fertige PDF sieht aus wie eine Behördenvorlage aus den Nullerjahren. Kein Logo an der richtigen Stelle, krude Abstände, eine Schriftart, die niemand ausgewählt hat. Für kleine Unternehmen und Vertriebsteams, die genau über diese Belege beim Kunden Eindruck machen wollen, ist das ein echtes Ärgernis.

Die gute Nachricht: Eine Bitrix24-Rechnung als PDF muss nicht nach Standard aussehen. Sie können eigene Vorlagen hinterlegen, Ihr Firmen-Branding einbinden und den Versand so weit automatisieren, dass aus einem gewonnenen Deal mit wenigen Klicks ein sauberer Beleg im eigenen Look wird. In Kundenprojekten sehen wir häufig, dass genau dieser Schritt unterschätzt wird – dabei zahlt er direkt auf die Außenwirkung ein.

In diesem Artikel zeigen wir Ihnen praxisnah, wie Sie Vorlagen anpassen, Logo und Layout in den Griff bekommen, den Versand per Regel automatisieren und mehrsprachige Belege ausgeben. Stand: Juni 2026 – die Oberfläche von Bitrix24 ändert sich regelmäßig, die Logik dahinter bleibt aber stabil.

PDF-Vorlagen anpassen

Bitrix24 bringt für Angebote und Rechnungen bereits mitgelieferte PDF-Vorlagen mit. Diese sind ein brauchbarer Startpunkt, aber selten das, was Sie Ihren Kunden zeigen möchten. Der entscheidende Punkt: Sie sind nicht darauf festgelegt. Im CRM-Bereich finden Sie unter den Einstellungen für Dokumente die Verwaltung der Vorlagen, in der Sie bestehende Layouts kopieren, umbenennen und überarbeiten können (Stand: Juni 2026; die genaue Position im Menü kann je nach Tarif und Version abweichen).

Unser Rat aus der Praxis: Bauen Sie nicht alles von null auf, sondern duplizieren Sie eine vorhandene Vorlage und passen Sie diese Schritt für Schritt an. So behalten Sie die funktionierende Grundstruktur – also die korrekte Verknüpfung der Datenfelder – und ändern nur das Erscheinungsbild. Eine eigene Vorlage für Angebote und eine für Rechnungen reichen den meisten kleinen Unternehmen völlig aus. Mehr Vorlagen bedeuten mehr Pflegeaufwand.

Ehrlich gesagt: Die Vorlagenbearbeitung in Bitrix24 ist kein vollwertiges Grafikprogramm. Für ein klares, professionelles Layout reicht sie aus, für aufwendige Designspielereien stößt sie an Grenzen. Wer ein sehr individuelles Erscheinungsbild braucht, kombiniert die Bordmittel oft mit einer externen Dokumentenlösung – das ist aber für die meisten KMU gar nicht nötig.

Logo & Branding einbinden

Das Firmenlogo ist der schnellste Hebel, um eine Bitrix24-Rechnung vom Standard abzuheben. Hinterlegen Sie Ihr Logo in den Angaben zu Ihrem Unternehmen beziehungsweise im Briefkopf, den Bitrix24 für Dokumente verwendet. Achten Sie auf eine ausreichend hohe Auflösung und einen transparenten Hintergrund (PNG), damit das Logo im PDF nicht verpixelt oder auf einem weißen Kasten sitzt.

Zum Branding gehört mehr als das Logo. Stimmen Sie auch die Kopf- und Fußzeile auf Ihr Unternehmen ab: vollständige Firmierung, Anschrift, Kontaktdaten und – das wird oft vergessen – die rechtlich erforderlichen Pflichtangaben für Rechnungen wie Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer und Ihre Bankverbindung. Diese Angaben sollten fest in der Vorlage stehen, damit sie auf keinem Beleg fehlen.

Ein dezenter Tipp aus Kundenprojekten: Halten Sie das Branding zurückhaltend. Ein klares Logo, eine ruhige Farbe für Überschriften und Linien, eine gut lesbare Schrift – das wirkt seriöser als ein bunt überladenes Dokument. Ein Beleg soll Vertrauen schaffen, nicht von der eigentlichen Information ablenken.

Felder & Layout

Damit eine Vorlage funktioniert, müssen die Platzhalter im Dokument auf die richtigen CRM-Felder zeigen. Bitrix24 arbeitet hier mit Feldern für Empfängerdaten, Positionen, Mengen, Einzel- und Gesamtpreise sowie Steuersätze. Wenn ein Beleg an der falschen Stelle leer bleibt oder eine Position fehlt, liegt das fast immer an einem falsch zugeordneten Feld – nicht am Layout selbst.

Gehen Sie das Layout in dieser Reihenfolge an: Erst die Datenlogik prüfen (kommen alle Positionen, Preise und Summen korrekt an?), dann das Erscheinungsbild verfeinern. In der Praxis bewährt sich ein kurzer Testlauf mit einem echten, aber unkritischen Beispieldatensatz. So erkennen Sie sofort, ob Rundungen, Steuerausweis und Zwischensummen stimmen, bevor das Dokument zum Kunden geht.

Nutzen Sie zudem benutzerdefinierte Felder, wenn Sie zusätzliche Informationen auf den Beleg bringen möchten – etwa eine Projektnummer, ein Lieferdatum oder einen individuellen Hinweis. Diese lassen sich in die Vorlage einbinden und sorgen dafür, dass jeder Beleg genau die Angaben trägt, die Ihre Kunden oder Ihre Buchhaltung erwarten.

Automatischer Versand per Regel

Der größte Zeitgewinn entsteht nicht beim Gestalten, sondern beim Versenden. Bitrix24 kann über Automatisierungsregeln im CRM dafür sorgen, dass ein Beleg automatisch erzeugt und versendet wird, sobald ein Deal in eine bestimmte Phase wechselt – zum Beispiel, wenn ein Angebot angenommen oder eine Rechnung freigegeben wurde. Statt jedes PDF manuell zu erstellen und per Mail anzuhängen, übernimmt das System die Routine.

In der Praxis koppeln wir das gern mit einem sauberen Phasenmodell in der Pipeline: Eine Phase „Rechnung versenden” löst die Regel aus, das PDF wird generiert und geht an die hinterlegte Kundenadresse. Wie Sie solche nachgelagerten Schritte zuverlässig anstoßen, haben wir ausführlicher im Beitrag Follow-ups in Bitrix24 automatisieren beschrieben – die gleiche Mechanik trägt auch den Belegversand.

Ein realistischer Hinweis: Automatischer Versand ist bequem, aber er verzeiht keine schlampigen Daten. Wenn die Empfängeradresse fehlt oder eine Position falsch gepflegt ist, geht der Fehler genauso automatisch raus. Bauen Sie deshalb eine Kontrollstufe ein – etwa eine Freigabephase, in der ein Mensch kurz drüberschaut – bevor die Automatik greift. Lieber ein Klick mehr als ein fehlerhafter Beleg beim Kunden.

Mehrsprachige Belege

Wer Kunden im Ausland oder im mehrsprachigen DACH-Umfeld bedient, braucht Belege nicht nur auf Deutsch. Bitrix24 erlaubt es, Vorlagen in mehreren Sprachen anzulegen, sodass Sie zum Beispiel eine deutsche und eine englische Variante derselben Rechnung pflegen. Beim Erstellen des Belegs wählen Sie dann die passende Sprachvorlage aus.

Praktisch heißt das: Die festen Textbausteine – Überschriften, Spaltentitel, Zahlungshinweise, rechtliche Pflichttexte – hinterlegen Sie je Sprache. Die variablen Daten aus dem CRM (Kundenname, Positionen, Beträge) bleiben gleich und werden in das jeweilige Layout eingesetzt. So sieht ein Kunde in Wien dasselbe wie ein Kunde in London, nur in seiner Sprache.

Denken Sie bei mehrsprachigen Belegen auch an Formatunterschiede wie Datums- und Zahlenformate sowie an den korrekten Ausweis von Steuern bei grenzüberschreitenden Geschäften. Das ist weniger eine Bitrix24-Frage als eine buchhalterische – klären Sie die Anforderungen im Zweifel mit Ihrer Steuerberatung ab, bevor Sie eine fremdsprachige Vorlage produktiv schalten.

Häufige Fragen

Kann ich eigene Vorlagen hinterlegen?

Ja. Bitrix24 erlaubt es, die mitgelieferten PDF-Vorlagen für Angebote und Rechnungen zu kopieren, umzubenennen und anzupassen oder neue Vorlagen anzulegen. In der Praxis ist das Duplizieren einer bestehenden Vorlage der schnellste Weg, weil die Datenfelder bereits korrekt verknüpft sind und Sie nur noch Branding und Layout überarbeiten.

Lässt sich der Versand automatisieren?

Ja. Über Automatisierungsregeln im CRM können Sie Belege automatisch erzeugen und versenden lassen, sobald ein Deal eine bestimmte Phase erreicht. Wichtig ist eine vorgelagerte Kontroll- oder Freigabestufe, damit keine fehlerhaften oder unvollständigen Belege automatisch das Haus verlassen.

Sie wollen Bitrix24 so aufsetzen, dass Angebote und Rechnungen im eigenen Look automatisch beim Kunden landen – ohne Bastellösungen? Buchen Sie ein unverbindliches Erstgespräch, und wir schauen uns Ihr Beleg-Setup gemeinsam an.


Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle Rechts- oder Steuerberatung. Gerade bei Pflichtangaben auf Rechnungen, Steuerausweis und grenzüberschreitenden Belegen sollten Sie im Zweifel Ihre Steuer- oder Rechtsberatung hinzuziehen.

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